Ausgewählte Fragen von bioRelaxx Benutzern,

die so oder ähnlich häufiger gestellt wurden. Thema der Fragen ist das Verständnis von HRV, HRV-Biofeedback und bioRelaxx Auswertungen.


 Wenn ich mit bioRelaxx trainiere, muss ich mich immer ziemlich konzentrieren. Wie soll ich mich dabei entspannen?   

bioRelaxx ist kein Entspannungstraining im klassischen Sinn. Es ist ein Training, bei dem die Voraussetzungen, die man braucht, um sich entspannen zu können, verbessert werden. Durch die gleichmäßige Atmung werden der für Leistung zuständige Sympathikus und der für Entspannung zuständige Parasympathikus abwechselnd angesprochen.

Einatmen = Anspannung = Sympathikus
Ausatmen = Entspannung = Parasympathikus
Durch die abwechselnde Ansprache wird der Parasympathikus trainiert und gestärkt.

Um sich entspannen zu können, ist ein starker Parasympathikus die Voraussetzung. Er ist vergleichbar mit einer Bremse, wobei der Sympathikus das Gaspedal ist. Mit dem bioRelaxx Training stärken Sie also die innere Bremse und sind deshalb immer besser in der Lage, sich entspannen zu können. Das muss nicht unbedingt während des Trainings sein. Ziel ist es, nach jeder Stresssituation einfach wieder auf Regeneration umschalten zu können. So wie Sie im Fitness-Studio die Muskulatur ja auch nicht für das Gerät trainieren sondern um in Alltagssituationen besser aufgestellt zu sein.

Kurz zusammengefasst: bioRelaxx trainiert die Fähigkeit zum Entspannen.
 


Ich fühle mich von der Atemhilfe gestört und sie ist mir zu schnell. Wenn man sie ausschaltet und frei atmet, wie erkennt das Programm dann, ob der Puls der Atmung folgt? 

 Antwort SymbolDie Atemhilfe können Sie einstellen. Auf der Seite "Training starten", wo Sie auch die Trainingsdauer einstellen, können Sie die Atemhilfe schneller oder langsamer werden lassen und die Einstellung gleich testen. Sie steht zunächst auf 6 Atemzüge pro Minute, weil das die besten Trainingsergebnisse bringt. Aber Sie können auch jeden anderen Wert von 4-8 einstellen.
Jetzt zum 2. Teil Ihre Frage: Das Programm weiß natürlich nicht wirklich, wie Sie atmen. Dazu wäre ein aufwändiger 2. Sensor zur Atemkontrolle nötig. Den brauchen wir aber nicht, denn das Programm prüft die Regelmäßigkeit im Auf und Ab Ihres Herzrhythmus. Ist er regelmäßig, kann man mit sehr großer Sicherheit davon ausgehen, dass diese Regelmäßigkeit eine Folge regelmäßigen, tiefen Ein- und Ausatmens ist.  
 
Ein Kunde hat mal eingewandt, man könne das Programm an dieser Stelle austricksen. Möglich, aber man müsste dazu einen gewissen Aufwand treiben und warum sollte Jemand das tun? Es geht doch darum, einen Trainingseffekt zu erreichen. Letztlich würde man sich selbst austricksen ;-) Wenn die Atemhilfe Sie tatsächlich stören sollte, können Sie sie auch abschalten. Einige Kunden tun das, weil sie sich von ihr unter Druck gesetzt fühlen. Atmen Sie dann einfach tief und ruhig und vor allem gleichmäßig und versuchen Sie, auf Dauer zu den 6 Atemzügen pro Minute zu kommen.
Das könnten Sie von Zeit zu Zeit mit eingeschalteter Atemhilfe kontrollieren.


Eine Sache fiel mir auf, die ich überhaupt nicht verstehe: Die Flughöhe des Vogels steht für mich in keinerlei Zusammenhang mit der nach dem Training dargestellten Auswertung der HRV. Was hat die Flughöhe dann zu bedeuten?
  Zunächst einmal die wichtige Feststellung, dass der Flug des Vogels nichts mit der erreichten HRV zu tun hat. Der Vogel zeigt an, ob es einen Trainigseffekt zur Verbesserung der HRV gibt.
Die HRV wird trainiert, indem sich durch das gleichmäßige, tiefe und ruhige Ein- und Ausatmen ein permanenter Wechsel zwischen den Aktivitäten von Sympathikus und Parasympathikus ergibt. Das Augenmerk liegt dabei auf der Ansprache des Parasympathikus. Er soll trainiert werden.  

Ob er trainiert wird oder nicht, erkennt das Programm daran, wie der Herzrhythmus dem Atemrhythmus folgt. Wenn Sie gleichmäßig atmen, so wie es durch die Atemhilfe vorgegeben wird, dann sollte sich der Herzrhythmus ebenso gleichmäßig daran anpassen.   

Unsere Angabe "HRV 7" bedeutet, dass Ihr Herzrhythmus während der Übung im Schnitt um 7 Schläge pro Minute variierte. Also bei Puls 71 z.B. zwischen 67 und 74. Dieser Wert 7 (die genau medizinische Bezeichnung dafür ist RSA, respiratorische Sinusarrhythmie) drückt nur aus, dass es in diesem Training eine solche Variabilität gab. Ob sie eine Folge des gleichmäßigen Atmens und somit ein Training für den Parasympathikus ist, sagt die 7 nicht aus.  

Der Vogel fliegt hoch, wenn das Auf und Ab Ihres Herzrhythmus gleichmäßig ist. In dem kleinen Diagramm links im Bildschirm sehen Sie dann eine gleichmäßig an- und absteigende Kurve. Wenn das so ist, dann folgt der Herzrhythmus gezielt der Atmung (wenn Sie der Atemhilfe folgen) und das trainiert den Parasympathikus.   

Auch wenn Sie nach einigen Monaten regelmäßigen Trainings die 7 auf vielleicht 15 verbessert haben sollten, kann es passieren, dass der Vogel unten bleibt. Weil er, wie gesagt, nicht das absolute Ergebnis widerspiegelt sondern die Wirksamkeit des Trainings.


Können Sie mir sagen um welchen Parameter (+ Einheit) es sich genau handelt, wenn es heißt, dass "meine durchschnittliche HRV 31 betragen hat"?

Hier eine Erklärung zur Trainingsauswertung: 

Das Diagramm “Pulsverlauf” zeigt die Veränderung Ihres Pulsschlags während des Ein- und Ausatmens. Genau genommen müssten auf der roten Linie kleine Punkte zu erkennen sein (sind es aber aus technischen Gründen nicht). Diese kleinen Punkte stellen den BPM-Wert (beats per minute = Herzschläge pro Minute) jedes einzelnen Herzschlags dar. Wir messen dazu die Zeit vom letzten zum aktuellen Herzschlag, rechnen diesen Wert in BPM um und übertragen ihn ins Diagramm. 

Beispiel: |900ms|860ms|830ms| = 3 Herzschläge und der zeitliche Abstnd zum Davorliegenden.
900 ms = 67 BPM (60000 ms / 900 ms = 66,6666..)
860 ms = 70 BPM
830 ms = 72 BPM
 

nach diesem Prinzip tragen wir während der Messung alle BPM Werte in das Diagramm ein.
 

Jetzt sehen Sie, wie der BPM Wert beim Einatmen (Anspannung) ansteigt und beim Ausatmen (Entspannung) abfällt. Ihr Puls (BPM) schwankt in Ihrem Diagramm zwischen ca. 65 und 80, die mittlere Schwankungsbreite hat 15 betragen. Das heißt beim Einatmen geht Ihr Puls auf 80 hoch und beim Ausatmen auf 65 runter. In der Auswertung lesen Sie nun, die Herzratenvariabilität (HRV) hat 15 betragen. (Medizinisch korrekt müsste es nicht HRV sondern RSA für respiratorische Sinusarrhythmie heißen)

Je größer die HRV (Schwankungsbreite) desto besser ist das autonome Nervensystem in der Lage, den Herzschlag und auch die Funktion aller nachgeordneten Organe den Erfordernissen anzupassen.


 Kann man mit dem bioRelaxx Set 3 mehrere Personen testen? Verwendet man die 2 Sensoren gleichzeitig?   

1. Sie können beim bioRelaxx Programm unbegrenzt viele Accounts einrichten und somit unbegrenzt viele Personen testen.
2. Es gibt 2 Sensoren, einen fürs Ohrläppchen und einen für einen Finger. Angeschlossen ist immer nur 1 Sensor, je nachdem ob der Finger- oder der Ohrsensor besser geeignet ist. Der meistgenutzte ist der Ohrsensor. Falls eine Person aber sehr schwach durchblutete Ohrläppchen hat oder stark gepierct ist, ist der Fingersensor der richtige. Technisch sind beide gleichwertig. 



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